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Das Licht im Aquarium hat eine besondere und gleichzeitig eine doppelte
Funktion. Zum Einen benötigen wir eine geeignete Beleuchtung,
um
Fische und Pflanzen im rechten Licht zu sehen. Die zweite Funktion der
Beleuchtung greift tief ins biologische und chemische Geschehen im
Aquarium ein. Sie ist eng mit der Biologie der Aquarienpflanzen und
Korallen verknüpft. Licht liefert die Energie für den
Stoffwechsel der Pflanzen, die sie für die Assimilation der
Nährstoffe bis zur Chlorophyllbildung in den Blättern
benötigen. Licht ist der Motor im Aquarium. Licht steuert den
Nährstoffbedarf, produziert Sauerstoff und regelt den Abbau
von
Abfall- und Stoffwechselprodukten. Nicht nur die Quantität,
sondern auch die Qualität des Lichtes ist entscheidend.
Deshalb
muss die Beleuchtung der Größe des Aquariums, den
Wasser-
und Lebensbedingungen im Aquarium angepasst sein.
Dass die Aquaristik zu einem der beliebtesten Hobbys weltweit
gehört, versteht sich von selbst, wenn man die Faszination
eines
kleinen Ausschnittes aus der Natur zu Hause erleben darf.
Das perfekte Süßwasseraquarium
ist der Traum eines
jeden Aquarianers. Ob es sich um eine Unterwasserlandschaft mit
farbenprächtigen Fischarten handelt, oder um ein Naturaquarium
mit
dichtem Pflanzenwuchs.
Für jede Art von Aquarium spielt jedoch die Beleuchtung
eine entscheidende Rolle. Nur mit der richtigen Beleuchtung werden die
Farben der Fische und Pflanzen in ihrer ganzen Pracht wiedergegeben.
Der Pflanzenwuchs wird durch Einsatz einer geeigneten Lichtquelle
gefördert und sorgt hiermit für ein stabiles
Ökosystem.
Werden den Aquarienpflanzen entsprechende Lebensbedingungen gegeben, so
haben Algen in einem gesunden Aquarienmilieu keine Chance mehr.
Die Meerwasseraquaristik zieht mit der Farbenpracht
der Fische
und Korallen im Aquarium nahezu jeden Betrachter in Ihren Bann. Noch
vor einigen Jahren schien es kaum vorstellbar, empfindliche Korallen
und niedere Tiere in einer künstlichen Unterwasserlandschaft
überhaupt zu halten, geschweige denn diese zu vermehren.
Für das Leben im Meer ist Licht ein wesentlicher Faktor - es
ist
die Existenzgrundlage vieler Organismen. Nur durch eine Beleuchtung,
die den Aquarienbewohnern das richtige Lichtspektrum in erforderlicher
Lichtmenge zur Verfügung stellt, ist es möglich
geworden ein
Riffaquarium erfolgreich zu betreiben.
Halogenmetalldampflampen haben sich hier als optimale
Beleuchtungsquelle durchgesetzt, aber auch mit Leuchtstofflampen lassen
sich kleinere Meerwasseraquarien ausreichend beleuchten.
Die meisten der im Aquarium gepflegten Korallen leben in der Natur in
Tiefen zwischen 5 und 15 Metern. Im Meer herrschen selbst in dieser
Tiefe durch die Sonneneinstrahlung noch sehr hohe
Beleuchtungsstärken.
Ein Mondlicht ist eine weitere Bereicherung der Aquarienbeleuchtung. Der Mond bestimmt nicht nur die Gezeiten der Meere. Die Wissenschaft
überrascht immer wieder mit neuen Erkenntnissen, wie sehr er das Leben im Wasser
beeinflusst. Erst mit dem Wissen um diese Wechselwirkungen können wir Menschen
viele Verhaltensweisen der Meeresbewohner erklären.
In der Natur herrscht in der Nacht keine völlige Dunkelheit. In Abhängigkeit
vom Mondzyklus steht den Lebewesen im Wasser nachts Licht in ständig wechselnder
Stärke zur Verfügung.
Dieses Licht ermöglicht einigen Lebewesen, ein natürliches Zeitgefühl,
dadurch werden beispielsweise einige Korallenarten in die Lage versetzt, Ihr
Ablaichverhalten zu synchronisieren. Die Vermehrung einiger Arten ist nur mit
Hilfe einer periodisch gesteuerten Mondbeleuchtung möglich.
Viele Tiere im Meerwasseraquarium sind nachtaktiv, bestimmte Verhaltensformen
lassen sich nur in dieser Zeit der schwachen Beleuchtung beobachten. Deshalb ist
es ratsam, das zyklisch gesteuerte Mondlicht in die Aquarienbeleuchtung mit
einzubeziehen.

Ein Mondlicht ist nicht nur
ein phantastischer Effekt ...
... bei dem Anemonen und
Korallen in ungeahnter Farbenpracht fluoreszieren. Eine bei Tag braune
Scheibenanemone kann durchausbei Nacht neonrot leuchten! In der Natur ist es
nie ganz dunkel, es ist immer durch den Mond ein geringes Licht vorhanden. Bei
absoluter Dunkelheit schwimmen Fische ohne Orientierung herum. So besteht auch
die Gefahr, dass ein Fisch versehentlich leicht in eine Anemone schwimmen und
so verspeist werden kann. Ein gewissenhafter Aquarianer, der von natürlichen
Haltungsbedingungen spricht, sollte deshalb nicht nur am Tag, sondern auch in
der Nacht für natürliche Bedingungen sorgen, damit sich die Tiere wohlfühlen.
Ausserdem sind viele Tiere nachtaktiv Sie werden erstaunt darüber sein, welche
Aktivitäten in Ihrem Aquarium nachts vorhanden sind! Viele Korallen richten
sich nach dem natürlichen Rhythmus der Mondphasen, um z.B. zu laichen. Ideal
ist eine Kombination mit einer dimmbaren Leuchte. So lassen sich die tollsten
Dämmerungseffekte simulieren. Einige Fischarten, wie z.B. der Mandarin
(Synchiropus splendidus) beginnen mit ihren Weibchen bei Dämmerung (Moonlight
an und Beleuchtung abdimmend) mit seinem faszinierenden Balz-Tanz.
Wir bieten Ihnen für jedes Aquarium und
jeden
Geldbeutel die passende Beleuchtung an. Beginnend mit den
formschönen Abdeckungen unserer Komplettaquarien, welche Ihre
Fische und Pflanzen mittels Leuchtstofflampen ins rechte Licht
rücken bis hin zu aufwendig elektronisch gesteuerten
Luxusleuchten
bekannter Marken-Hersteller.

Wissenswertes über die
Beleuchtung
Ein Aquarium soll einen Ausschnitt der natürlichen
Verhältnisse wiedergeben. Dazu gehört auch das Licht.
In der
Natur sind die Lichtverhältnisse komplizierter als die
gleichmäßige Beleuchtung über einem
Aquarium. Je nach
Standort kommen in einem Biotop schattige Uferbereiche und helle,
sonnenbeschienene Zonen nebeneinander vor. Hervorragend für
eine
naturgetreue Nachbildung dieser Lichtverhältnisse geeignet,
ist
eine Beleuchtungseinheit mit elektronischer Dimmung. Somit wird den
Aquarienfischen- und pflanzen ein naturgetreuer Sonnenauf- bzw.
-untergang geboten. Durch morgendliches Hoch- und abendliches Abdimmen
stehen die Tiere weniger unter Stress als beim plötzlichen
Einschalten der gesamten Lichtmenge. Auch die sogenannte
Wolkensimulation tagsüber ist hiermit möglich.
Welche Beleuchtung für welches Aquarium?
Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Bedürfnissen Ihrer
Aquarienpflanzen gerecht zu werden. Fische brauchen nur soviel Licht,
dass sie sich ernähren und fortpflanzen können.
Die am meisten verbreitete Lichtanlage ist sicherlich die
Aquarienabdeckung mit 2 oder mehr Leuchtstoffröhren. Bei
vielen
Herstellern ist es inzwischen auch Standard, dass Sie zwischen
herkömmlichen T8 (26 mm) und leistungsstärkeren T5
(16 mm)
Leuchtstoffröhren wählen können.
Möchten Sie das
Aquarium "oben ohne" betreiben, bieten sich diverse Hänge- und
Aufsatzleuchten zur individuellen Gestaltung an. Diese sind wahlweise
mit Leuchtstofflampen oder HQI-Brennern erhältlich.
Was sind Leuchtstofflampen?
Auf der Innenseite des Glasrohres ist ein fluoreszierender Leuchtstoff
aufgetragen, der durch UV-Strahlung angeregt wird und helles,
sichtbares Licht abgibt.
Leuchtstoffröhren gibt es in unterschiedlichen Längen
und
Lichtfarben. Je nach Anzahl der Röhren kann man verschiedene
Lichtfarben miteinander kombinieren. Das uns dabei weiß
erscheinende Licht ist eine Mischung aus Spektralfarben. Das
Grün
der Pflanzen kommt daher, dass diese die Spektralfarbe "grün"
nicht absorbieren, sonder reflektieren. Pflanzen haben ein
Photosyntheseoptimum im roten, Algen mehr im blauen Spektralbereich.
Es werden Leuchtstofflampen mit unterschiedlichen Spitzen und
Lücken im Spektrum angeboten. Diese Lücken
("Algenlöcher") machen den "primitiven" Algen wesentlich mehr
Schwierigkeiten, als den anpassungsfähigeren
Aquarienpflanzen.
Was sind HQI - Lampen?
Hochdruck-Entladungslampen unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise
deutlich von den Leuchtstofflampen. Sie zeichnen sich durch eine sehr
wirtschaftliche Arbeitsweise aus. Denn Hochdruck-Entladungslampen
liefern extrem große Lichtmengen auf kleinstem Raum. Die
Funktion
von Hochdruck-Entladungslampen basiert auf der Bogenentladung. Zwischen
den zwei Elektroden entsteht ein Dauerblitz, der die Füllung
(bestehend aus speziell ausgesuchten Materialien) zum Leuchten bringt.
Dieses Funktionsprinzip kann mit unterschiedlichen Metallen und
Füllstoffen genutzt werden. Lichtfarben sind
erhältlich zum
Beispiel in neutralweiß mit 4.300 K, als Tageslicht mit 5.600
K
und ab 10.000 K für Meerwasseraquarien. HQI-Leuchten sind
für
die Meerwasseraquaristik sehr empfehlenswert.
Hier stehen Leuchten von 70 bis 1000 Watt zur Wahl. Entscheidend
für die Auswahl der Leistung sind die Höhe des
Aquariums und
dessen Wasserstand.
Was sind HQL-Lampen?
Quecksilberdampf-Hochdrucklampen funktionieren nach einem
ähnlichen Prinzip wie Leuchtstofflampen. Der Hochdruckbrenner
im
Glaskörper erzeugt eine UV-Strahlung, die wiederum das
aufgeschichtete Leuchtmittel zur Abgabe von Licht anregt. HQL-Leuchten
werden heute nur noch selten verwendet.
Wie lange sollte die Beleuchtungsdauer sein?
In den Tropen liegt die Tageslichtdauer bei ca. 10 - 12 Stunden, jedoch
tritt durch den flachen Einfallswinkel in den Morgen- und Abendstunden
nur sehr wenig Licht in das Wasser ein. Die effektive Beleuchtungszeit
der Pflanzen in ihren Heimatgebieten ist also deutlich kürzer
als
die Tageslichtlänge.
Ein Wert von 8 - 10 Stunden hat sich in den Aquarien gut
bewährt.
Wird die Beleuchtungszeit verändert, sollte dies immer
schrittweise (je ca. 30 Minuten) geschehen, damit sich Fische und
Pflanzen auf diese Verschiebung einstellen können. Die
Schaltung
über eine Zeitschaltuhr ist empfehlenswert, da sie konstant
ist. |